
„Auf nach Penzberg!“ so lautete die Devise für einige, der dem VAK angeschlossenen Mitglieder aus Stade, Brüssel, Dübendorf, Basel, Epfenbach, Krefeld, Saal, Straubing, Osterburken, Bonn und natürlich Penzberg selbst – fand doch an diesem Wochenende das langersehnte Benefiz-Budo-Seminar des Verband asiatischer Kampfkünste e.V. „Von Mensch zu Mensch – Kampfkünstler helfen“ statt. Natürlich bedurfte es im Vorfeld etwas mehr Organisation, waren doch Anforderungen in Sachen Corona zu beachten.
Aber, sobald die Teilnehmer am Seminarort eintrafen, vielleicht auch schon bei der Jahreshauptversammlung am Freitag zuvor anwesend waren, waren die Mühen schnell vergessen und man hatte nicht den Eindruck, dass sich die einzelnen Mitglieder so lange aus den Augen verloren und seit nahezu 2 Jahren keinen realen Kontakt mehr hatten.
Eingeleitet wurde das Wochenende mit der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Petermichl in Antdorf mit dem Schwerpunkt „Satzungsänderung und Neuwahl“. Beides wurde erfolgreich abgearbeitet und – die „alte“ ist auch die „neue“ Vorstandschaft – einstimmig gewählt.

So fanden sich dann die Teilnehmer nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht (wer könnte da gemeint sein?) in der Penzberger Halle ein und nach einigen einleitenden Worten von Shihan Rudolf Gabert, Leiter des ausrichtenden Dojo (Jiujitsu und Karate Schule Penzberg e.V.) übergab dieser das Wort an Wolfgang Wimmer, Ehrenpräsident und 1. Vorsitzender des VAK. Wolfgang erklärte, dass man zwar am heutigen Abend wie üblich ein Dinner durchführen werde, aber man den Ehrungsteil lediglich auf einen kleinen Bereich reduziert habe – der Rest soll während des Budo-Seminares erfolgen…….So bat er Andreas Rappich vom Dojo Penzberg nach vorne und, zusammen mit den weiteren Verbandsverantwortlichen Thomas Moser (2. Vorsitzender) und Rudolf Gabert (Präsident) wurde ihm der Ehrentitel des Tasshi und Sensei überreicht.

An Karlheinz Hauswurz gewandt fragte der Vorsitzende, ob er denn gedenke, seine Kleidung dem Budo anpassen zu wollen. Karlheinz war mega verdutzt, konnte aber keinen Fehler finden. Dies löste sich relativ schnell auf. Wolfgang bat ihn vor die Reihe der Verbandsverantwortlichen und verkündete seine Erhöhung zum Rokudan Jiujitsu mit Überreichung der Urkunde. Rudi Gabert legte Karlheinz den Gürtel um den Nacken – verbunden mit einem kleinen Zug daran, welcher Karlheinz daran erinnern sollte, was es bedeutet.

Georg Triebels wurde seine Urkunde nach Prüfung wenige Wochen zuvor in Saal zum Yondan Shingitai Ryu Iaido überreicht, ebenso wie Thomas Moser zum Rokudan Shingitai Ryu Iaido, gefolgt von der Verleihung zum Shichidan Karate-Do an Rudolf Gabert, vorgenommen von Thomas Moser.


Als Referenten standen an diesem Wochenende zur Verfügung:
- Kyoshi Thomas Moser für Karate-Do, Aikido und Iaido
- Renshi Josef Holzmann für Karate-Do
- Renshi Karlheinz Hauswurz für Arnis und Jiujitsu
- Hanshi Yves Ramaeckers (Belgien) für Judo
- Renshi Michael Schwindel für Aikido, Aiki-Jo und Karate-Do
- Hanshi Rudolf Gabert für Karate-Do, Ido und Jiujitsu
- Hanshi Wolfgang Wimmer für Aikido, Aiki-Jo und Iaido
Als „Überraschungsreferent“ wurde kurzfristig eingebunden: Dr. Sven Knaus aus Bonn
Jeder Referent sprühte vor Ideenreichtum und man konnte bei allen Teilnehmer spüren, wie groß deren Freude war, endlich wieder zusammen ein derartiges Seminar durchführen zu können. Beeindruckend insbesondere Hanshi Yves Ramaeckers, der extra hierfür aus Belgien angereist war und mit seinen knapp 80 Jahren mit einer spielerischen Leichtigkeit und ebensolchen Übungen viele Teilnehmer verblüfte und ebenso körperlich forderte.
Und so forderten nicht nur die Teilnehmer die Referenten, sondern diese sich selbst auch – und am Ende des Seminars waren alle körperlich wie geistig erschöpft, aber mit einem breiten Lächeln auf den Lippen.
Zum gemeinsamen Dinner traf man sich abermals in der Gaststätte Petermichl in Antdorf – einige der Teilnehmer hatten kurze Wege von der Pension Maria – und nach dem „ersten Aufwärmen“, dem Auffrischen von langen Freundschaften und endlosen Fragen „was hast Du seit März 2020 gemacht“, bekam Wolfgang das Zeichen aus der Küche und das Buffet konnte eröffnet werden….um es auf den Punkt zu bringen: Super leckeres Essen, das keine Wünsche offen ließ!
Manche wollten sich hier allerdings noch nicht festlegen, sondern die Nachspeise abwarten, und bis diese serviert wurde, ergriff Wolfgang „kurz“ das Wort. Er dankte allen Teilnehmern für die – sicherlich auch schwere – Unterstützung und Treue zum Verband. Weiter gab er einen Abriss über die Entwicklung des von ihm persönlich gestifteten Ritterorden „Yuri-no-Hana-Hatamoto-Orden“. Bereits hier in den Ritterstand erhoben waren die anwesenden Thomas Moser, Rudolf Gabert, Michael Brauer, Alexander Neidhart und Santo Giuga. Nun aber bat Wolfgang
Günther Engelhard (dem noch nachträglich zu seinem siebzigsten Geburtstag gratuliert wurde), Norman Goly und Yves Ramaeckers nach vorne und – begleitet von einem frenetischen Applaus wurden diesen Personen von Alex Neidhart (Vizepräsident), Thomas Moser (2. Vorsitzender) und Rudolf Gabert (Präsident) der Halsorden umgehängt.

So ging der Abend bis in die frühen Morgenstunden – hatte man ja eine Stunde mehr Zeit zum Schlafen – aber pünktlich um 09.30 h startete am Sonntag der zweite Seminartag mit ebenso tollen Erlebnissen und Eindrücken.
Am Ende dankte Rudolf Gabert allen Teilnehmern, insbesondere den ihn unterstützenden Mitgliedern des eigenen Dojo, Wolfgang Wimmer schloss sich diesen Worten an und teilte den Anwesenden mit, dass dank ihrer aktiven Unterstützung und dem Verzicht jedes einzelnen Referenten auf Fahrtkosten und Unterrichtsgebühr auch dieses Mal wieder ein stattlicher Betrag für den guten Zweck zusammenkam. Rudolf Gabert wird hier Kontakt zu Kinderkrebsinstitutionen aufnehmen und der Erlös wird, wie seit 2012 alljährlich, diesem gemeinnützigen Zweck zugeführt.
Text/Bilder: VAK e.V.









