Der Maler-Workshop

Am ersten Herbstferienwochenende fand im Dojo an der Winterstraße zum ersten Mal ein „Lehrgang der besonderen Art“ statt: der Maler-Workshop. Die verschiedenen Angebote und Kursbestandteile erstreckten sich dabei von Freitag spätnachmittags bis Sonntagmittag. Einige Teilnehmer nahmen das volle Programm in Anspruch, andere belegten nur Teile des Lehrgangs.

Am Freitag gegen 17:00 h erschienen die ersten Teilnehmer und die beiden Referenten Andreas Rappich und Ralf Klöck, die auch sofort damit begannen, die Schüler aufzuteilen. Die Wanddekoration und Bilder waren bereits abgenommen und so begannen die ersten mit dem Abkleben der Kanten, Fenster und Türen. Jeder, der schon mal geweißelt hat, weiß „gut geklebt ist halb gestrichen“ und daher ließen auch alle größte Sorgfalt walten. Dabei waren die verlangten Techniken durchaus nicht ohne: Verpacken von schwer erreichbaren Lampen und Rauchmeldern. Lichtschalter und Thermostate schützen und Fußbodenleisten mit Malerkrepp bekleben, an dem 50 cm Folie befestigt waren. Ja, es wurde tatsächlich hin und wieder geflucht, wenn das teils aus dunklen Kellern hervorgezerrte alte Klebeband zum 500sten Mal riss, nicht kleben wollte oder im Gegenteil an sich selber oder der Folie pappen blieb. Am Ende waren nicht nur alles, was nicht weiß werden sollte Christo-mäßig verpackt, sondern auch die schweren Schränke von der Wand gerückt und alles parat gelegt für den nächsten Morgen um 11.

Dies war der Haupttag des Lehrgangs und er begann natürlich mit dem gepflegten „Geschmeidig-Machen“… nicht uns – die Wandfarbe – die musste gründlich und ausdauernd gerührt werden. Danach ein Gruppenbild und schon ging es in die vollen: Mit Pinseln und Rollen wurde die Farbe an die Wände und Decken gebracht und per Socken auch im ganzen Dojo am Boden verteilt, sodass einigen Teilnehmern die leidige Aufgabe zufiel, ständig hinter den Malern herzuputzen. Doch bereits nach einer Stunde tauchte Versorgungsfachfrau Erika auf und hob die Laune mittels Kohlenhydrat- und Koffeinzufuhr und eine gute weitere Stunde später füllte Pizza die Mägen der fleißigen Schüler und Kursleiter.

Dann eine letzte Runde, bei der die ersten bereits mit Übungen zum Entfernen der Abklebungen und zum Reinigen der Leisten, Fenster, Türen und Böden begannen und dann ließ man den Nachmittag bei einem letzten Schorle oder Radler ausklingen.

Um 10 standen am Sonntagmorgen bereits die ersten Interessenten für den Reinigungskurs vor dem Dojo, weil man leider vergessen hatte sie zu informieren, dass die Zeiten am Samstag geändert worden waren. Aber bei eitel Sonnenschein machte das nicht viel aus und die Laune der vier Damen war noch gut, als Max und Lydia sie ins Dojo ließen. Kursleiter Andi traf ebenfalls pünktlich ein und so konnte die Truppe ihre Skills beim Saugen, Wischen, Bilder-Aufhängen und Tür reparieren unter Beweis stellen. Relativ schnell war alles erledigt und die Teilnehmer konnten dem angereisten Shihan ein strahlend weißes und sauberes Dojo präsentieren.

Eine tolle Gemeinschaftsaktion, bei der es zwar bisweilen ein bisschen chaotisch, aber immer zielstrebig und freundlich zur Sache ging. Jung und etwas älter arbeiteten Hand in Hand, es wurde gescherzt und geschwitzt, gelacht und unterstützt. Ein wirklich gelungener „Lehrgang“!

VIELEN DANK AN ALLE HELFER!

IHR WART TOLL!!!

Text:      Lydia Cordes

Bild:       JJKSP