Budocamp 2023

Der August 2023 startet und endlich geht es für das Dojo Penzberg wieder ins Budocamp nach Lenggries. Mit 15 Kindern und 10 Übungsleitern ging es ins Gästehaus an die Isar. Auch dieses Jahr sind wieder verschiedenste Einheiten und Freizeitaktivitäten rund um die Themen Karate, Jiu-Jitsu und Selbstverteidigung geplant.

Freitag in Lenggries. Nach einer kurzen Teambesprechung unter den Übungsleitern trafen um 15:00 Uhr die ersten Kinder im Gästehaus ein. Die Vorfreude war groß und spätestens nach der T-Shirt-Vergabe und der Zimmereinteilung waren alle gespannt, was für den ersten Nachmittag geplant war.
Die Kinder wurden in vier Teams eingeteilt und bekamen jeweils einen Übungsleiter als Gruppenleiter zugeteilt. Anschließend wurden kleine Spiele gespielt, bei denen sich die Kinder untereinander besser kennen lernen konnten. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen wurde mit Referent Renshi Karlheinz Hauswurz die erste Budocamp-Einheit begonnen. Anderthalb Stunden begeisterte dieser die Kinder im Bereich Modern Arnis und brachte den Kindern den Umgang mit dem Stock als Waffe näher. Um 21:00 Uhr gab es für jedes Team noch ein Thema, welches in den nachfolgenden Tagen als Theaterstück schauspielerisch eingeübt wurde.

Am Samstag waren die ersten Übungsleiter bereits früh um 06:00 Uhr wach, um die Kinder für einen traditionellen Morgenlauf zu wecken. Leider regnete es, weshalb erst um 07:00 Uhr zum Frühstück geweckt wurde. Nach dem Frühstück machten sich die Gruppen erste Gedanken zu ihrem Theaterstück, bevor um 09:30 die erste Jiu-Jitsu Einheit startete. Hier wurden von Übungsleiter Moritz Krümmelbein allerlei Hebeltechniken in verschiedenen Formen und Situationen behandelt. Auch diese Einheit wurde mit großem Interesse verfolgt. Direkt im Anschluss gab Renshi Josef Holzmann eine Karateeinheit. Die Kinder durfte hierbei ihr erstes Mal die Jingi-Te Kata laufen. Diese wird normalerwiese erst in fortgeschrittenen Gradierungen erlernt. Trotzdem machten alle Kinder einen guten Eindruck und schafften es sogar am Schluss die gesamte Kata einmal zu durchlaufen.
Nach dem Mittagessen ging es für alle ins nahegelegene Schwimmbad. Die Abwechslung kam bei allen sehr gut an. Es wurde Wasserball gespielt, Kämpfe auf den Schultern der Übungsleiter ausgetragen und einfach mal entspannt. Nach 3 Stunden Spaß im Schwimmbad ging es zurück zur Unterkunft. Zur Abendgestaltung nach dem Essen hatten sich die Übungsleiter das beliebte Spiel Werwolf ausgesucht. Moritz machte hierfür einen ausgezeichneten Erzähler und nach allerlei raten und spielen ging es zum Abschluss des Tages noch auf eine Nachtwanderung.

Leider hielt das schlechte Wetter vom Vortag an, sodass auch am Sonntag erst wieder um 07:00 Uhr zum Frühstück geweckt wurde. Am Vormittag gab es eine Einheit Iaido von Erika Klöck. Auch diese brachte große Begeisterung bei den Kindern hervor, vor allem da die meisten von ihnen vorher nie einen Bokken (hölzernes Schwert) in der Hand hatten. Vor dem Mittagessen wurde sich noch bei allerlei Spielen ausgetobt. Von Tischtennis, Kartenspielen über Twister bis hin zu Tischkickern war alles dabei.
Nach dem Essen gab es eine Unterweisung von Hanshi Rudolf Gabert zu den Themen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Bezug wurde hier vor allem auf den Gebrauch von Karate und Jiu-Jitsu in realen Situationen genommen. Im Anschluss durften die Kinder das gelernte direkt ausprobieren. Hierzu hatten die Übungsleiter einen Parcour aufgebaut, in dem eben solche realen Situationen widergespiegelt wurden. Von einem Verletzten, zwei Leute, die sich stritten, einem „bösen Mann“ der die Kinder angriff und gegen den man sich verteidigen musste bis hin zu einem Betrunkenen, waren viele, diverse Stationen vertreten. Die Übungsleiter ließen hier ihrer Fantasie und ihrem schauspielerischen Talent freien Lauf, um den Parcour möglichst echt zu gestalten. Mit großem Erfolg. Im Anschluss wurden alle Stationen besprochen und viele Fragen zum richtigen Verhalten geklärt.
Nach dem Abendessen wurde wieder eine Spielerunde eröffnet. Leider musste das Lagerfeuer wegen des schlechten Wetters ausfallen. Doch davon ließ man sich nicht unterkriegen und so schnappten sich ein paar der Übungsleiter ihre mitgebrachten Instrumente und man ließ den Abend mit Musik und Gesang ausklingen.

Auch in den letzten Morgen startete man mit einem ordentlichen Frühstück. Im Anschluss mussten die Zimmer aufgeräumt und die Sachen gepackt werden. Die letzte Einheit des Camps wurde von Übungsleiter Lukas Heindl durchgeführt. Die Kinder durften sich in dieser Einheit vor allem dem Thema Transportgriffe widmen. Dann war es endlich so weit und die geprobten Theaterstücke wurden den anderen Gruppen vorgeführt. Unter anderem wurden die Themen „Teamgeist“ und „Zivilcourage“ durch kreative Ideen zum Ausdruck gebracht. Doch wie jedes Mal musste auch dieses Budocamp ein Ende finden. So war es, dass nach einer letzten gemeinsamen Abschlussrunde die ersten Eltern ihr Kinder abholten.

So lässt sich abschließend nur sagen, dass es den Kindern, Übungsleitern und Referenten wieder eine riesige Freude bereitet hat. Ein großer Dank geht an alle helfenden Hände und wir freuen uns auf das nächste Budocamp.

Text: Vincent Winkler
Bilder: JJKSP